Die Künstler

Christoph Croisé - Violoncello

Vom Tagesspiegel als „Cellist mit feinnervigem Habitus und warmer, inniger Timbrierung“ gekürt, zählt Christoph Croisé zu einem vielseitigen Cellisten der jüngeren Generation. Neben seiner Konzerttätigkeit, interessiert sich Christoph auch intensiv für die historisch informierte Aufführungspraxis, komponiert (klassisch), produziert elektronische Musik und ist nicht zuletzt künstlerischer Leiter der Niederlenzer Musiktage.

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Sasha Neustroev - Violoncello

Sasha Neustroev wurde in Novosibirsk (Russland) geboren. Nach dem Gymnasium an der Zentralen Musikschule Moskau wurde er Schüler von David Geringas in Lübeck. Er ist Preisträger und Finalist grosser Cello-Wettbewerbe in Paris („Concours Rostropovich“), Moskau („Tschaikowski Wettbewerb“) und Christchurch, wo er neben dem Ersten Preis beim „4th Adam International Cello Festival and Competition” einen Spezialpreis für die beste Interpretation von Piazzollas „Le Grand Tango“ gewann.

Diese Vielseitigkeit und Offenheit gegenüber allen musikalischen Genres prägen sein Musizieren bis heute. Mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, dessen stellvertretender Solo- Cellist er seit 1999 ist, spielte Sasha verschiedentlich als Solist, u.a. unter Lorin Maazel (Schumann-Konzert mit Live-Übertragung durch Schweizer Radio DRS2) sowie unter David Zinman (Blochs „Shelomo“). Ebenfalls als Solist trat er beim Schleswig-Holstein- und beim Festival International de Colmar auf, mit dem New Zealand Symphony Orchestra sowie mit zahlreichen Kammerorchestern in der Schweiz und Russland.

Als begeisterter Kammermusiker war Sasha Neustroev unter anderem Partner von Julia Fischer, Gerhard Schulz, Christian Tetzlaff, Heinz Holliger, Lyudmila Berlinskaya, Oliver Schnyder und Martha Argerich, welche er in einer Aufführung von Juliusz Zarebskis Klavierquintett begleitete, die auch auf DVD festgehalten wurde.

Alexander Neustroev

Annette Jakovčić- Violoncello

Vom Boston Globe als Cellistin mit “transparenter und leidenschaftlich echter Ausstrahlung” ausgezeichnet, zählt Annette Jakovčić zu einer der wichtigen aufstrebenden Cellistinnen ihrer Generation und konzertiert in Amerika, Europa und Japan.

1997 geboren begann Annette ihr Cellostudium bei Wendy Warner und setzte es bei Laurence Lesser am New England Conservatory in Boston fort, wo sie 2018 ihren Bachelor abschloss. Im Moment studiert sie bei bei Clemens Hagen am Mozarteum Salzburg. 

Als Mitglied des Ivani Quartetts gewann sie nationale und internationale Preise u. a. am Plowman und am Fischoff International Competition und am “Remember Enescu” Wettbewerb in Rumänien.

Zu Ihren Kammermusikpartnern gehören u. a. Pierre Amoyal, Gerard Poulet, Andres Diaz und Imre Rohmann.

Neben klassischem Cello interessiert Sie sich sehr für die historisch informierte Aufführungspraxis und studiert auch Barockcello bei Marco Testori und Vittorio Ghielmi.

© Nebojsa Babic

Ilona Revolskaya - Gesang (Sopran)

Ilona Revolskayas Stimme wird von der internationalen Presse als „von goldenem Klang” (Classical Source) beschrieben und der englische Guardian schwärmt von ihren „stratosphärischen Koloraturen“. Die Wiener Zeitung attestiert der jungen Sopranistin, eine Künstlerin zu sein, die es schafft „Schauspiel mit geschmeidigem Gesang zu kombinieren, dynamisch ausgewogen und nuancenreich.”

 

Ilona Revolskaya studierte am Moskauer Konservatorium und an der Royal Academy of Music in London bei Susan McCulloch, Jonathan Papp, Barbara Frittoli, Ermonela Jaho, Massimo Giordano, Ildiko Raimondi, Rudolf Piernay und Yuri Grigoriev. Sie ist Absolventin der Mozarteum Summer Academy und der Solti Accademia di Bel Canto.

 

Erste Engagements führten sie als Adele in J. Strauss’ Die Fledermaus nach Jekaterinburg, an die Opera North/ UK und zum Händel Festival in London. An der Royal Academy Opera in London trat sie u.a. in Mozarts Don Giovanni und Doves Flight auf.

 

Zu Revolskayas jüngsten Rollen gehören Cunegonde (Candide), Olympia (Les contes d'Hoffmann) an der Wiener Kammeroper sowie First Wood Spite (Rusalka) und Minette (Peter Schmoll und seine Nachbarn) am Theater an der Wien. Letztere wurde in einer Live-Aufnahme mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien auf CD eingespielt.

 

Ausserdem ist sie in diesem Jahr als festes Ensemblemitglied am Landestheater Linz als Giulietta (I Capuleti ei Montecchi), Eudoxie (La Juive) und Armida (Rinaldo) zu erleben.

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Benjamin Herzl- Violine 

„Benjamin Herzl nutzte die Zusammenarbeit mit dem Pianisten Fazil Say zu einer fulminanten Darbietung“ (Salzburger Nachrichten)

 

Der 1994 in Salzburg geborene Geiger Benjamin Herzl, wird von Publikum und Presse gleichermaßen für seine „virtuose Perfektion’’ als auch seine „Tiefe und hohe Musikalität“ gelobt. Er ist Stipendiat der Mozartgesellschaft Dortmund, Preisträger des Internationalen Brahmswettbewerbs sowie Gewinner des von Vadim Repin gestifteten Mozart-Preises.

 

In der Saison 2020/21 wird Benjamin Herzl mit dem 1. Violinkonzert von Kurt Schwertsik zusammen mit dem Brucknerorchester Linz unter der Leitung von Dennis Russell Davies sein Debüt im großen Saal des Brucknerhauses geben. Zu den weiteren Höhepunkten zählen Auftritte im Grafenegg Festival, dem Wiener Musikverein, der internationalen Stiftung Mozarteum sowie dem International Music Festival Póvoa de Varzim in Portugal. In Südfrankreich ist der Künstler seit einigen Jahren regelmäßig im Château de Lourmarin (Provence) als Artist in Residence zu Gast.

 

Schon als 13-Jähriger debütierte er zusammen mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester beim „Internationalen Mozart-Fest Mannheim“ und ist seither auf den renommiertesten Podien zu Gast. Darunter Engagements als Solist im Großen Festspielhaus Salzburg, im Konzerthaus Dortmund, im Großen Saal der Stiftung Mozarteum, im Wiener Musikverein oder im Oratorio San Felipe Neri Havanna.

 

Benjamin Herzl konzertiert auf der ''Ex Bilotet-Guilet'' Joseph Guarnerius Violine, Cremona anno 1732, welche dem Künstler von der Österreichischen Nationalbank zur Verfügung gestellt wurde. Dieses Instrument wurde zuvor von Daniel Guilet (Beaux Arts Trio), David Oistrach, Henriyk Szeryng und Joshua Bell gespielt.

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Stefan Tarara - Violine 

Stefan Tarara wurde in Heidelberg in einer Musikerfamilie geboren und trat bereits im Alter von 4 Jahren öffentlich auf. Nachdem er 2006 das Abitur am
humanistischen Kurfürst-Friedrich Gymnasium Heidelberg absolviert hat,
schloss er seine Diplomkünstlerische Ausbildung (2010), den Master in Solistik (2012) und den Master in Pädagogik (2015) bei Prof. Zakhar Bron in Zürich mit der Höchstnote ab. Zur Zeit absolviert er seit 2016 einen „Postgraduate“ Studiengang im Fach Historische Aufführungspraxis bei Prof. Reinhard Goebel am Mozarteum Salzburg. Wegen seiner Erfolge in internationalen Wettbewerben wurde er 2008 und 2010 von der „Neue Musik Zeitung“ als Musiker des Jahres erwähnt.

Stefan Tarara war von 2010 bis 2015 als 1. Konzertmeister bei den Mannheimer Philharmonikern tätig und ist seit 2012 der 1. Konzertmeister und Solist des Hulencourt Symphony Orchestra (Brüssel).
Seit Anfang 2017 unterrichtet er seine eigene Klasse am Konservatorium Bern.

2015 veröffentlichte Stefan Tarara zusammen mit seiner Klavierpartnerin Lora Vakova-Tarara beim deutschen Label ARS Produktion die
CD „The Sound of the 20s“ (ARS 38 179) mit Werken von Bloch, Ravel und Enescu. Sie wurde gleich nach der Veröffentlichung mit dem Preis der „klassik.com“ – Redaktion honoriert.

2016 vervollständigte das „Duo Tarara“ den Zyklus der Werke George Enescus für Violine und Klavier mit der zweiten CD „Childhood Impressions“, erschienen beim selben Label ARS Produktion (ARS 38 212).

November 2017 erschien Stefan Tararas erste Solo-CD mit den sechs Solosonaten von Eugène Ysaÿe anlässlich des 160. Jahrestags von E. Ysaÿe beim Label ARS Produktion. Außerdem werden in der Saison 2017/2018 zwei CDs beim Label NAXOS mit dem Trio Athenaeum erscheinen.

Von der Presse enthusiastisch begleitet war Stefan Tarara bei internationalen Festivals wie dem „Schleswig-Holstein Musikfestival“, den „Salzburger Festspielen“, dem „Verbier Festival“, dem „Prager Frühling“, dem „Heidelberger Frühling“ zu hören und spielte in bekannten Konzertsälen wie u.a. der Berliner Philharmonie, Zürcher Tonhalle, Tel Aviv Opera, Pariser Salle Pleyel, Dresdner Frauenkirche und dem Museum of Art in Tel Aviv.

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Adam Newman - Viola 

Adam begann seine musikalische Ausbildung im Alter von 7 Jahren in Liverpool. Er erlernte eine Vielzahl an Instrumenten u. a. Harfe und Klavier bevor er sich auf die Viola konzentrierte.

Nachdem er bei Philip Dukes und Louise Hopkins in London studierte setzte er seine Ausbildung bei Tatjana Masurenko, Lars Anders Tomter und Rainer Schmidt fort. 

Adam Newman

Cyprien Semayne - Viola 

Als leidenschaftlicher Kammermusiker spielt Cyprien Semayne regelmässig auf den grossen Bühnen in Europa und speziell auch in der Schweiz, wo er unter anderem am New Year Music Festival in Gstaad, am Festival Musikdorf in Ernen, am Festival Concert de la Madeleine in Genf, am Festival de Sion, am Infinity Basel Festival und am St Gallen Classics Festival aufgetreten ist.

2017 hat er mit dem Trio Reynold mehrere Preise am Internationalen Kammermusikwettbewerb in Aschaffenburg (Deutschland) gewonnen. Im gleichen Jahr gewann er die Stelle als Solo-Bratschist an der Opera National de Bordeaux Aquitaine in Frankreich.

Cyprien hat an der Escuela Superior de Música Reina Sofia (ESMRS) in Madrid und an der Haute Ecole de Musique (HEMu) in Sion mit Diemut Poppen, Jonathan Brown und Corinne Contardo studiert.

Seit 2020 studiert Cyprien zusätzlich an der Zürcher Hochschule der Künste im Master-Studiengang. 

Cyprien Semayne

Sherniyaz Mussakhan - Violine

Sherniyaz Mussakhan (1993*) stammt aus Almaty in Kasachstan.  Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Studien an der Moscow Zentralmusikschule und an der Haute Ecole de Musique de Lausanne bei Prof. P. Vernikov setzt er sein Studium als Solist bei Prof. R. Schmidt in Basel fort. In den Jahren 2014 und 2017 gewann er den Kiefer-Hablitzel Preis und im Jahr 2018 den Rahn Musikpreis. Sherniyaz ist Preisträger  vieler internationaler Wettbewerbe, wie z.B. des David Oistrakh Violin Wettbewerbs in Moskau und des Wieniawski Wettbewerbs in Polen.
Konzertauftritte führten ihn als Solisten in bedeutende Konzertsäle wie das Mozarteum in Salzburg, die kaiserliche Hofburg in Wien, das Mariinsky Theater in St. Petersburg,  das  Bolschoi Theater in Moskau und  den Festsaal des Kongens Nytorv in Kopenhagen. Seit Mai 2015 ist Sherniyaz Mussakhan künstlerischer Leiter des Kammerorchesters “Young Eurasian Soloists” (YES).

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Jana Ozolina - Violine

Jana Ozolina ist eine lettische Geigerin. Sie ist Mitglied im Kammerorchester "KREMERata Baltica» und hat als Solistin und Orchestermusikerin mit Gidon Kremer, Juri Bashmet, Evgeny Kissin, Heinrich Schiff, Misha Maisky, Martha Argerich, Marie-Elisabeth Hecker und Mario Brunello musiziert.
Im Projekt «Chamber Music Connects the World» in Kronberg (Deutschland) spielte Jana Kammermusik mit Gidon Kremer, Andras Schiff, Frans Helmerson und Tatjana Grindenko.

 

Im Frühjahr 2015 hat Jana zusammen mit der Geiger Sherniyaz Mussakhan das “YES Young Eurasian Soloists chamber orchestra” gegründet. Zudem spielt sie im Mussakhan-Streichquartett.

Jana ist Stipendiatin des “Rahn Kulturfonds” und der Fondation Nicati de Luze. 

2018 gewann Jana zusammen mit der Pianistin Shih-Yu Tang den 1. Preis beim Duttweiler-Hug Wettbewerb in Zürich. 

 

Jana Ozolina hat zuerst an der Musikakademie in Graz bei Prof. Boris Kuschnir und dann an der Haute Ecole de Musique (HEMU) in Sion bei Pavel Vernikov studiert, dessen Assistentin sie bis heute ist. Weiter hat Jana Meisterkurse bei Prof. Zahkar Born, Pierre Amoyal und Ilya Gringolts besucht.

 

Sie spielt eine Geige von Jean Baptiste Guillaume, welche Ihr von einem privaten Sponsor zur Verfügung gestellt wird.

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balouk - DJ, Electronics

Treibend, spielerisch und atmosphärisch. So beschreibt balouk (bürgerlich Cirill Richner)  seinen Stil hinter dem DJ-Pult. Der Musiker der mit Klassik, Jazz und Hip-Hop gross wurde, bewegt sich schon länger intensiv auf elektronischem Territorium - mit klar hörbaren Einflüssen seiner musikalischen Vergangenheit. Hierfür setzt er den Schwerpunkt auf (Untergrund-) Sparten und Künstler, die der grossen Masse meistens nicht bekannt sind und verbringt dafür Stunden in Plattenläden oder auf digitalen Plattformen. Kommerz ist gerade deshalb für den jungen Künstler meistens ein Fremdwort. Auch als Produzent hat er sich bereits durch mehrere EPs auf den deutschen Labels Vivus und Samani beweisen können. Steht er nicht an den Plattentellern, ist die Chance gross, den selbsternannten Nerd in seinem Studio auf einer Reise durch das Modular-Synth-Universum zu ertappen. Aktuell arbeitet er an seinem seinem ersten Album, welches noch in diesem Jahr erscheinen soll. Wer weiss - vielleicht gibt es in Niederlenz sogar noch einige exklusive Kostproben davon.

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